ILS sind unter uns
Wenn es so weiter geht, dann habe ich bis zur Rente alle Filme gesehen, die man dieses Jahr auf dem Fantasy Film Fest gezeigt hat! Diesmal war endlich der französische Beitrag "Ils" ("Them") an der Reihe, der, wie ich gehört habe, sogar entfernt an "Blair Witsch Project" erinnern soll. Die Ähnlichkeit bestand vielleicht tatsächlich darin, dass die konkrete Gefahr ziemlich lange nur angedeutet wurde. Doch relativ bald ist es klar geworden, dass es sich hierbei um böswillige Menschen handelt (Turnschuhe, schwarze Silhouetten), die ihren Zweck - und zwar: die Betroffenen zu töten - recht stringent verfolgen. Und noch eins ist mir bei der Sichtung klar geworden: Wenn man schon die Menschen im Film töten muss, sollen sie zumindest am Anfang noch irgendwie lebendig wirken! "Ils" lässt sich zwar viel Zeit, um das Pärchen, das gegen die Eindringlinge kämpfen muss, zu präsentieren, die Figuren fallen jedoch im Endeffekt seltsam leblos und schematisch aus, so dass es schwer fällt, mit ihnen mitzufiebern. Das Interessante ist, dass der Film sehr intensiv mit der Geräuschkulisse arbeitet. Nach einer Weile gewöhnt man sich aber daran und entwickelt eine gewisse Toleranz gegenüber dem plötzlichen Rauschen und Zischen. Auf die Dauer also wenig gruselig. Stimmungsvoll ist vor allem das alte Haus, in dem das französische Pärchen zunächst ihre schönsten und dann die schlimmsten Stunden erleben muss. Die niedrige Miete hat ja bekanntlich ihren Preis. :)


0 Comments:
Post a Comment
<< Home